Battlefield 5: Zermürbung, Tempo und Fahrzeuge: Entwicker über gelernte Lektionen aus der Open Beta

Nach dem offenen Betatest von Battlefield 5 sprechen die Entwickler (siehe Video unten) über die geplanten Veränderungen basierend auf dem Feedback der Spieler. Themen sind u. a. Zermürbung (Attrition), Sichtbarkeit der Spieler, Balance und Fahrzeuge.

Wichtige Elemente zur Kontrolle des Tempos in den Gefechten (taktisches Vorgehen vs. Sturmangriff) sind sowohl Munition als auch Gesundheit, erklären Daniel Berlin (Franchise Director), Davir Sirland (Multiplayer Producer) und Nathalie Ek (UX Designer). Demnach wünschen sich die Spieler der Beta einige Anpassungen via Resetera. Zum Verkaufsstart von Battlefield 5 sollen die Spieler daher generell über mehr Munition nach dem Spawn auf der Karte verfügen. Auch die maximale Munitionskapazität mancher Waffen sowie das Tragelimit werden wohl erhöht. Außerdem spielen die Entwickler mit dem Gedanken, dass man mit einem Medpack in den Kampf ziehen könnte.

Die Anzahl der Versorgungsstationen wird reduziert. Sie werden nicht vollständig von der Karte entfernt, aber sie müssen von Spielern gebaut werden. Dies bietet mehr Möglichkeiten, Punkte durch Konstruktion zu sammeln und fügt dem Spielfluss etwas Neues hinzu.

Zudem soll die Sichtbarkeit bzw. die Erkennbarkeit von Spielern in den detaillierten Umgebungen verbessert werden. Neben der Behebung einiger Beleuchtungsprobleme (insbesondere in Rotterdam) und der Feinabstimmung der Beleuchtung an bestimmten Stellen sollen Hintergrund und Vordergrund durch einen „leichten Nebel“ klarer voreinander getrennt werden, wodurch sich die Spieler besser von der Umgebung abheben sollen.

Schwierig sei es ebenfalls, die richtige Balance im Bereich „Time to Kill“ und „Time to Death“ zu finden. Die Entwickler würden aus den aufgezeichneten Daten erfahren haben, dass die Spieler die Umgebung besser als Deckung nutzen bzw. sich mithilfe einer Deckung langsam herantasten würden, um nicht zu leicht ausgeschaltet zu werden. Bestimmte Waffen waren beliebter als andere und diese Knarren sollen „angepasst“ werden (wie zum Beispiel das StG). Auch ein Problem mit dem Netcode sei noch zu lösen. In manchen Fällen würde ein Spieler mehr Schaden als geplant erleiden, aufgrund von Paketverlusten bei der Übertragung, Verzögerungen und einer hohen Feuerwaffenrate. Die Entwickler stimmten derweil zu, dass die Zeit zwischen dem virtuellen Tod und dem Respawn zu lang sei. Dadurch würde das Tempo des Spiels zu sehr reduziert. Durch die Optimierung der „Bleeding Out“ soll man nicht mehr bestraft, wenn man sich entscheidet, „länger“ durchzuhalten. Der Spawn-Timer wird in diesem Fall reduziert. Auch die Zeit, die man in der Squad-Verfolgerkamera (nach dem Tod) verbringt, wird verringert.

Die Betatester waren der Meinung, dass die Panzer zu langsam (zu schwer) und nicht gut genug gegen Infanterie waren. Hierzu sagten die Entwickler, dass die agileren Anti-Infanterie-Panzer nicht in der Open Beta verfügbar waren – ebenso wie Anti-Flugzeug-Fahrzeuge. An Fahrzeugen wird man außerdem gezielt Schaden am Geschützturm und am Motor anrichten können.

Battlefield 5 erscheint nach der angekündigten Termin-Verschiebung jetzt am 20. November 2018 für PC, PS4 und Xbox One.

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