Fußball-Fans von Bern und Basel protestieren gegen eSports

Ein Fußballspiel zwischen BSC Young Boys (Bern) und dem FC Basel in der Schweizer Super League wurde am vergangenen Sonntag durch Proteste gegen den wachsenden Einfluss von eSports auf die Schweizer Fußballteams unterbrochen. Nach ca. 15 Minuten warfen Fans der Young Boys haufenweise Tennisbälle und einige PS4-Controller auf den Platz. Zugleich entfalteten Fans (beider Clubs) zwei Banner, darunter eines mit einem riesigen Pauseknopf und eines mit der Aufschrift „Scheiss eSports“. Die Botschaft war klar: Die Hardcore-Fußballfans beider Vereine wollen nichts mit eSports zu tun haben.

Der FC Basel verfügt über ein eigenes eSport-Team, das FIFA spielt. Young Boys hat derzeit kein eSports-Team. Grund für den Protest dürften (laut Nau.ch) Gerüchte um eine eigene „Gaming-Liga“ der Swiss Football League sein. Demnach soll jeder Verein der Super League künftig eSportler stellen. „Diese würden sich dann in einer virtuellen Parallel-Fußballmeisterschaft messen. Die Liga bestätigt zwar gegenüber Nau, dass es ein Projekt gibt, jedoch in einer anderen Form – und ohne Lizenzauflage. Der definitive Entscheid soll aber erst an einer der nächsten Generalversammlungen der Liga gefällt werden“, heißt es weiter.

Young Boys ultras threw tennis balls and PS4 controllers on the pitch during game against Basel to protest eSports pic.twitter.com/N402uKyjLt

— Hipcat (@ScottSlocombe) 24. September 2018

Quellen: Eurogamer, PC Gamer, Nau.ch, Apnews