Sony: 17,8 Mio. PS4-Verkäufe im Geschäftsjahr 2018; Rekordgewinn verzeichnet; „PS5“ nicht vor April 2020

Nach Nintendo und Microsoft hat auch Sony den Geschäftsbericht für das vergangene Quartal (Januar 2019 bis März 2019) und das Geschäftsjahr (April 2018 bis März 2019) vorgelegt. In dem Quartal wurden 2,6 Millionen PS4-Konsolen ausgeliefert, dies ist eine Steigerung um 100.000 im Vergleich zum Absatz des Vorjahresquartals. Damit wurden bis zum 31. März 2019 insgesamt 96,8 Millionen Exemplare der PlayStation 4 (inkl. PS4 Pro) weltweit ausgeliefert.

Im Geschäftsjahr 2018 hat Sony 17,8 Millionen PS4-Konsolen an Einzelhändler ausgeliefert – ein Rückgang um 1,2 Mio. im Vergleich zum Gesamtjahr 2017 (19 Mio. Verkäufe). Trotzdem hat das Unternehmen die eigene Absatzprognose für 2018 (17,5 Mio.) leicht übertroffen. Im laufenden Gesamtjahr (April 2019 bis März 2020) sollen 16 Millionen PS4-Konsolen ausgeliefert werden. Angaben zum Absatz von PS3, PS4 Pro, PS Vita und PSVR wurden nicht gemacht.

Die Anzahl der Abonnenten von PlayStation Plus lag Ende März 2019 bei 36,4 Millionen; 2,2 Mio. mehr als im Vorjahr. Der Spiele-Streaming-Dienst PlayStation Now hat ungefähr 700.000 Nutzer (+40%). Von Januar 2019 bis März 2019 sind 54,7 Millionen PS4-Software-Titel verkauft worden (2,7 Mio. mehr als im Vorjahr). 45 Prozent der Verkäufe von Software-Vollversionen wurden digital vertrieben (Vorjahr: 43 Prozent). Der Absatz betrifft ausschließlich Software von Sony als First-Party-Anbieter.

Den steigenden Abonnentenzahlen und dem gestiegenen Software-Absatz stehen dennoch rückläufige Hardware-Verkäufe gegenüber. Sony prognostiziert, dass sich diese Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen wird. Das Unternehmen erwartet des Weiteren, dass Währungseffekte und der rückläufige Anteil von hochprofitablen First-Party-Spielen (Spiele von Sony) die nächste Bilanz belasten werden. Gleiches gilt für die Entwicklungskosten der nächsten PlayStation-Generation – ein Großteil der Differenz des operativen Geschäftsergebnisse im Vergleich zum Vorjahr soll in die Entwicklung der „PlayStation 5“ gesteckt werden. Takashi Mochizuki vom Wall Street Journal meldet, dass Sony bestätigt hat, dass die nächste Konsole nicht im laufenden Geschäftsjahr (April 2019 bis März 2020) veröffentlicht werden soll.

Die bei Sony für das PlayStation-Geschäft verantwortliche Unternehmensabteilung „Game & Network Services“ setzte 2,3 Billionen Yen um (+19%; ca. 18 Mrd. Euro). Der operative Gewinn legte deutlich zu, von 177,5 Mrd. Yen (ca. 1,34 Mrd. Euro) auf 311,1 Mrd (ca. 2,5 Mrd. Euro). Yen. Die PlayStation-Sparte steuerte mit ihrem operativen Gewinn den größten Teil zum Ergebnis des Gesamtunternehmens bei und liegt damit vor Music, Financial Services, Semiconductors und Home Entertainment & Sound. Sony als Gesamtunternehmen setzte 8,665 Billionen Yen (ca. 69,6 Mrd. Euro) um und erzielte einen operativen Gewinn in Höhe von 894,2 Mrd. Yen (+22%; ca. 18,5 Mrd. Euro). Damit beendet das Unternehmen das Geschäftsjahr mit einem neuen Rekordgewinn.

Die jüngst veröffentlichten Angaben zur nächsten PlayStation-Generation (wir berichteten) hatte das Unternehmen gezielt vorgenommen, um etwaigen Leaks zuvorzukommen.