Blizzard Entertainment – Gerücht: Shooter im StarCraft-Universum nach zwei Jahren in Entwicklung eingestellt

Bei Blizzard Entertainment befand sich über zwei Jahre ein Ego-Shooter im StarCraft-Universum in Entwicklung. Das Projekt mit dem Codenamen „Ares“ ist mittlerweile aber eingestellt worden, weil Blizzard mehr Mitarbeiter für andere Spiele aus den Reihen Diablo und Overwatch braucht, also höchstwahrscheinlich für Diablo 4 und Overwatch 2. Diese Angaben will Kotaku von drei Personen aus dem Umfeld von Blizzard Entertainment erfahren haben.

„Ares“ befand sich seit 2017 in Entwicklung und basierte auf der Engine und den Tools von Overwatch. Das Team leitete Dustin Browder (StarCraft 2, Heroes of the Storm). „Ares“ wird als „Battlefield im StarCraft-Universum“ beschrieben. In einem Prototyp konnte man als Space Marine (Terraner) allerlei Zerg niederstrecken. Es gab auch Pläne, die Zerg spielbar zu machen. Eine Person sagte, dass die Entwickler ziemlich geschockt darüber waren, dass ausgerechnet ihr Vorhaben eingestellt wurde. Die dritte Person meinte sogar, dass der Shooter „ziemlich gut“ ausgesehen habe.

Neben „Ares“ wurde noch ein zweites, nicht angekündigtes Mobile-Projekt gestrichen. Niemand wurde infolge der Projekt-Einstellungen entlassen.

„Diablo 4“ und „Overwatch 2“ sollen in den kommenden Jahren ein wichtiger Bestandteil der Strategie von Blizzard sein. Über Diablo 4 (Codename Fenris) ist Ende 2018 ausführlich berichtet worden. Kotaku will über Overwatch 2 (oder wie auch immer es heißen wird) erfahren haben, dass es ein großes PvE-Element (Spieler gegen Computergegner) umfassen wird. Es wurde u. a. mit Left 4 Dead verglichen, was auf einen kooperativen Spielmodus hindeutet. Einen ähnlichen Spielmodus gab es schon beim Archiv-Event im ersten Overwatch-Teil.

Erinnerungen an StarCraft: Ghost werden wach. Der Third-Person-Stealth-Shooter rund um Nova durchlief nach der Ankündigung im Jahr 2002 mehrere Entwicklerwechsel und Verschiebungen bevor er 2006 schließlich eingestellt wurde.

Blizzard reagierte auf Nachfrage von Kotaku, schickte aber nur eine wenig konkrete Standard-Antwort mit dem Thema „Spieler-Orientierung“.