Call of Duty: Black Ops 4: Kampagne mit Teamplay wurde offenbar knapp ein Jahr vor Launch mit Blackout ersetzt

Bei Call of Duty: Black Ops 4 ging es im letzten Jahr der Entwicklung offenbar ziemlich hektisch zu: Laut einem Hintergrundbericht von Jason Schreier auf Kotaku.com wurde die problembehaftete Entwicklung der ursprünglichen Kampagne erst relativ spät eingestampft – und dafür mit der Arbeit am Blackout begonnen. Erst weniger als ein Jahr vor Launch sei dieser harte Schnitt vollzogen worden.

Der Bericht über Probleme in der Arbeitskultur bei Entwickler Treyarch basiert auf den anonymen Aussagen von elf gegenwärtigen und ehemaligen Mitarbeitern. Darin geht es vor allem um die laut Kotaku vorherrschende Zwei-Klassen-Gesellschaft aus „gewöhnlichen“ Entwicklern sowie dem Management auf der einen und der schlecht bezahlten und schlecht behandelten Testspiel-Abteilung auf der anderen Seite.

Nebenbei kamen aber auch Infos über die ursprüngliche Kampagne ans Licht, die nach diversen Problemen in der Entwicklungshölle festgesteckt habe. Technische und terminliche Gründe hätten schließlich zur Einstellung geführt – auch negative Rückmeldungen der Testspieler hätten bei der Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt. Weniger als ein Jahr vor dem Start-Termin von Black Ops 4 hätte man händeringend nach einem Ersatz für den eingestampften Story-Modus gesucht. Mit dem Aus-dem-Boden-Stampfen des Blackout-Modus hätte man schließlich eine erstaunliche Blitz-Entwicklung vollbracht.

Die ursprüngliche Kampagne hätte sich übrigens nicht ganz auf das Einzelspieler-Erlebnis konzentriert. Stattdessen hätten zwei Koop-Teams aus jeweils zwei Spielern auf unterschiedlichen Seiten eines Konflikts gekämpft. Sie hätten ihren menschlichen Widersachern während der Missionen sogar in die Quere kommen können, do der Report:


„Black Ops 4 spielte nach der Story von Black Ops 3, doch statt die Kampagne allein durchzuspielen, hätte man zusammen mit einem Partner gespielt, um ein Duo menschlicher Gegenspieler zu bekämpfen. (Falls man im Einzelspieler spielen wollte, wären sie alle KI-gesteuerte Bots gewesen.) Beide Seiten hätte sich eine Fraktion ausgesucht und darum konkurriert, Gegner niedermähen und um verschiedene Ziele in einer postapokalyptischen Welt zu kämpfen. Eine Seite hätte z.B. versuchen können, einen Convoy zu zerstören, während die andere Seite daran arbeitete, ihn zu beschützen. Oder vielleicht wurde eine Seite dazu entsandt, einen Journalisten zu beschützen, während die andere Fraktion versuchte, einen Anschlag auf ihn auszuführen. Jede Mission hätte den Spielern Chancen gegeben, in Schießereien mit dem anderen Team zu gelangen und so ihren Fortschritt zu behindern, wenn man sich geschickt anstellte. In verschiedenen Momenten währen der Story hätte man auch die Chance bekommen, die eigenen Ziele zu stören und die Seiten zu wechseln, wenn man mit dem Fortschritt der eigenen Fraktion nicht zufrieden war.“

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