Imperator: Rome – Über „größtenteils negative“ Rückmeldungen, abstrakte Ressourcen und Verbesserungen

Im April 2019 ist Imperator: Rome von Paradox Interactive veröffentlicht worden – und obwohl das Strategiespiel in den weltweiten Reviews durchaus gute Wertungen erhielt, sind die Nutzer-Bewertungen bei Steam „größtenteils negativ“ (37 Prozent von über 8.100 Nutzer-Reviews sind „positiv“). Es ist das einzige Spiel des Paradox Development Studios mit solch einer negativen Bewertung.

In einem Bericht bei der PC Gamer sagte Johan Andersson (Creative Director) über den Verkaufsstart von Imperator: Rome und die Resonanz der Spieler: „Es war ganz anders als das, was wir vorher [bei anderen Spielen] erlebt hatten“. Er ist der Ansicht, dass sie in den Streams und den Entwickler-Tagebüchern genau präsentiert hätten, worauf sich die Spieler bei Imperator: Rome einlassen würden. Welche Features es bietet und welche nicht. Daher ging der Chef-Entwickler davon aus, dass der Verkaufsstart in etwa so wie bei seinem letzten Spiel (Europa Universalis 4) ablaufen würde, aber weit gefehlt. Andersson sagte als Reaktion auf die Kritik nach dem Launch, dass er mehrfach darüber nachgedacht hätte, alles hinzuschmeißen, weil er allem Anschein nach keine Spiele mehr machen könnte …

Andersson hatte das Gefühl, dass er ehrlich war, was Imperator: Rome und seine Features betraf – und dass viele Nutzerbewertungen und Kritiken auf das konzentriert wären, was das Spiel nicht ist bzw. was es im Vergleich zu anderen Paradox-Spielen nicht ist, denn es wirkt in Relation zu den Schwergewichten Crusader Kings 2 oder Europa Universalis 4 ziemlich  oberflächlich und inhaltsschwach, obgleich die Vergleichsspiele viele Jahre, Updates, Erweiterungen und Anpassungen hinter sich haben.

Die Nutzer-Reviews werden auch von den Entwicklern betrachtet. Neben der allgemeinen Kritik am fehlenden Tiefgang werden viele Elemente konkret angesprochen, wie zum Beispiel „Monarch Power“ (genannt Mana) und die Möglichkeit, direkte Aktionen durchzuführen, anstatt die Welt subtil zu beeinflussen. Diese Kritikpunkte werden unter anderem von Paradox in Angriff genommen. Die angesprochene Systeme (und noch mehr) sollen auf Basis der Kritik komplett neu gestaltet werden.

„Was wir tun, ist, die abstrakten Ressourcen grundsätzlich in logische Ressourcen umzuwandeln“, sagte Andersson. Derzeit ist „Monarch Power“ eine der wichtigsten Ressourcen im Spiel, denn der gesamte politische Einfluss ist in diese einzige (einfache Währung) verwandelt worden. Mit dem Update 1.2 (September 2019) wird „Monarch Power“ entfernt und durch ein komplexeres System ersetzt.

„[Mana] war eines der ersten Features, über die wir gesprochen haben – und es funktionierte gut im Spiel und ist ein schönes, ausgewogenes System. Ich verstehe nicht, warum Leute ein Spiel kaufen wollen, das wichtige Kernfunktionen hat, die ihnen nicht gefallen. Nun, wenn die Käufer etwas anderes wollen, müssen wir nur das Spiel halt verändern“, sagte Johan Andersson.

Trotz seiner Enttäuschung soll das neue System wesentlich besser sein. Anstelle von Mana wird politischer Einfluss dadurch erzeugt, wie loyal die Unterstützer und die Gegner in der Nation sind. Wenn die eigene Nation voller hinterhältiger Herrschaften ist, wird der politischen Einfluss eingeschränkt. Es wird dann schwerer, die Einwohner glücklich zu machen und es müssen zusätzliche Anstrengungen unternommen werden, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden. Außerdem wird der Einfluss, den man hat, nicht mehr so direkt wirksam sein. Auch die Bevölkerungssysteme sollen weniger „abstrakt“ sein, schließlich sei die Migration und die Umwandlung von Bevölkerungstypen (Pops) zu simpel – es fühle sich so an, als würde man einen Knopf drücken und eine Ressource ausgeben, heißt es. Das neue Ziel sei es, dass sich das Bevölkerungssystem wie eine Simulation anfühlt und dass man die Macht eines Herrschers und nicht eines Gottes hat.

„Ich wünschte, ich hätte früher darüber nachgedacht“, sagte Andersson. „Ich glaube, ich habe die falschen Lektionen aus EU4 gezogen.“ Er dachte, dass abstrakte Ressourcen zu einem besseren, ausgewogeneren Spiel führen würden, aber die Spieler haben eine so starke Abneigung gegen Mana entwickelt, dass er die Dinge überdenken musste. Der Creative Director glaubt immer noch, dass Imperator: Rome einen großen Schritt weiter als Europa Universalis 4 zum Zeitpunkt des Verkaufsstarts ist, aber das spielt für ihn derzeit keine große Rolle, wenn die Spieler nicht genauso denken würden. „Ich möchte, dass es ein Spiel ist, dass von einer großen Community gespielt und gemocht wird. Ich interessiere mich nicht wirklich dafür, welche Funktionen darin enthalten sind, denn solche Ideen sind billig, die Ausführung [dieser Ideen] ist das Entscheidende.“

Am 26. Juni wird das Pompey-Update (1.1) veröffentlicht. Es wird die Marine-Kriegsführung und die Piraten komplett überarbeiten. Außerdem wird der Grundstein gelegt, um sowohl die Innenpolitik als auch das Verwaltung des Reiches zu vertiefen. Weitere Details zu den geplanten Updates und Verbesserungen findet ihr hier.

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Im April ist Imperator: Rome von Paradox Interactive veröffentlicht worden – und obwohl das Strategiespiel in den weltweiten Reviews durchaus gute Wertungen erhielt, sind die Nutzer-Bewertungen bei Steam „größtenteils negativ“ (37 Prozent von über 8.100 Nutzerreviews sind positiv). Es ist das einzige Spiel vom Paradox Development Studio mit dieser Bewertung.

 

In einem Bericht bei der PC Gamer sagte Johan Andersson (Creative Director) über den Verkaufsstart von Imperator: Rome und die Resonanz der Spieler: „Es war ganz anders als das, was wir vorher erlebt hatten“. Er erklärte, dass sie ihrer Ansicht nach in den Streams und den Entwickler-Tagebüchern genau präsentiert hatten, worauf sich die Spieler bei Imperator: Rome einlassen würden. Der Chef-Entwickler ging davon aus, dass es so in etwa wie bei seinem letzten Spiel (Europa Universalis 4) ablaufen würde, aber weit gefehlt. Andersson sagte als Reaktion auf die Kritik nach dem Launch, dass er mehrfach darüber nachgedacht hätte, alles hinzuschmeißen, weil er allem Anschein nach keine Spiele mehr machen könnte.

 

Andersson hatte das Gefühl, dass er ehrlich war, was Imperator: Rome und seine Features betraf – und dass viele Nutzerbewertungen und Kritiken auf das konzentriert waren, was das Spiel nicht ist bzw. was es im Vergleich zu anderen Paradox-Spielen nicht ist, denn es wirkt im Vergleich zu den Schwergewichten Crusader Kings 2 oder Europa Universalis 4 ziemlich schwach auf der Brust; obgleich die Vergleichsspiele viele Jahre, Updates, Erweiterungen und Anpassungen hinter sich haben.

 

Die Nutzer-Reviews werden auch von den Entwickler betrachtet. Neben der allgemeinen Kritik an dem fehlenden Tiefgang werden auch viele Elemente konkret angesprochen, wie zum Beispiel „Monarch Power“ (genannt Mana) und die Möglichkeit, direkte Aktionen durchzuführen, anstatt die Welt subtil zu beeinflussen. Diese Kritikpunkte werden unter anderem von Paradox in Angriff genommen. Die Systeme sollen komplett neu gestaltet werden.

 

„Was wir tun, ist, die abstrakten Währungen grundsätzlich in logische Währungen umzuwandeln“, sagte Andersson. Derzeit ist „Monarch Power“ eine der wichtigsten Ressourcen im Spiel, denn der gesamte politische Einfluss ist in eine einzige (einfache Ressource) verwandelt worden. Mit dem Update 1.2 (September 2019) wird „Monarch Power“ entfernt und durch ein komplexeres System ersetzt.

 

„[Mana] war eines der ersten Features, über die wir gesprochen haben – und es funktionierte gut im Spiel und ist ein schönes, ausgewogenes System. Ich verstehe nicht, warum Leute ein Spiel kaufen wollen, das wichtige Kernfunktionen hat, die ihnen nicht gefallen. Nun, wenn die Käufer etwas anderes wollen, müssen wir nur das Spiel verändern“, sagte Johan Andersson.

 

Trotz seiner Enttäuschung soll das neue System wesentlich besser sein. Anstelle von Mana wird politischer Einfluss dadurch erzeugt, wie loyal die Unterstützer und die Gegner in der Nation sind. Wenn die Nation voller hinterhältiger Herrschaften ist, wird der politischen Einfluss eingeschränkt. Es wird dann schwerer, die Einwohner glücklich zu machen und es müssen zusätzliche Anstrengungen unternommen werden, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden. Außerdem wird der Einfluss, den man hat, nicht mehr so direkt wirksam sein. Auch die Bevölkerungssysteme sollen weniger „abstrakt“ sein, schließlich sei die Migration und die Umwandlung von Bevölkerungstypen zu simpel – es fühle sich so an, als würde man einen Knopf drücken und dann würde man eine Ressource ausgeben. Das neue Ziel sei es, dass sich das Bevölkerungssystem wie eine Simulation anfühlt und dass man die Macht eines Herrschers und nicht eines Gottes hat.

 

„Ich wünschte, ich hätte früher darüber nachgedacht“, sagte Andersson. „Ich glaube, ich habe die falschen Lektionen aus EU4 gezogen.“ Er dachte, dass abstrakte Ressourcen zu einem besseren, ausgewogeneren Spiel führen würden, aber die Spieler haben eine so starke Abneigung gegen Mana entwickelt, dass er die Dinge überdenken musste. Der Creative Director glaubt immer noch, dass Imperator: Rome einen großen Schritt weiter als Europa Universalis 4 bei dem Verkaufsstart ist, aber das spielt für ihn derzeit keine große Rolle, wenn die Spieler nicht genauso denken würden. „Ich möchte, dass es ein Spiel ist, dass von einer großen Community gespielt und genossen wird. Ich interessiere mich nicht wirklich dafür, welche Funktionen darin enthalten sind, denn solche Ideen sind günstig, die Ausführung ist alles.“

 

Am 26. Juni wird das Pompey-Update (1.1) veröffentlicht. Es wird die Marine-Kriegsführung und die Piraten komplett überarbeiten. Außerdem wird der Grundstein gelegt, um sowohl die Innenpolitik als auch das Verwaltung des Reiches zu vertiefen. Weitere Details zu den geplanten Updates und Verbesserungen findet ihr hier.

 

Imperator: Rome:

 

 

Entwickler über „größtenteils negative“ Rückmeldungen, abstrakte Ressourcen und Verbesserungen