Angespielt: Phantom Brigade (PC)

Phantom Brigade ist heute in den Early Access gestartet. Der Titel von Brace Yourself Games (Crypt of the NecroDancer, Industries of Titan) ist ein Taktikspiel mit Kampfrobotern, das ähnlich wie Frozen Synapse auf eine kreative Mischung aus Echtzeit- und Rundenkämpfen via Zeitmanipulation setzt. Die Early-Access-Version kostet 23,99 Euro und ist aktuell nur im Epic Games Store verfügbar.

Das Spiel soll mindestens ein Jahr im Early Access bleiben. Es wird DRM-frei angeboten. Die finale Version soll mehr Features und Inhalte, eine bessere Balance, Cinematic-Tools und verbesserten Mod-Support bieten. Die Entwickler wollen Phantom Brigade einmal im Monat mit neuen Inhalten erweitern – wie schon ihr anderes Projekt Industries of Titan. Die entsprechenden Updates sollen jeweils am dritten Dienstag eines Monats veröffentlicht werden. An einer Controller-Unterstützung wird aktuell gearbeitet. Eine anpassbare Tastenbelegung wird später folgen. Linux- und Mac-Umsetzungen sind aktuell nicht geplant. Einen Mehrspieler-Modus gibt es nicht. Derzeit liegt das Spiel nur in englischer Sprache vor (Sprachausgabe und Text).

Nach dem Early-Access-Start sollen im Dezember erste Quality-of-Life-Verbesserungen auf Basis der Nutzer-Rückmeldungen vorgenommen werden (Interface). Im Januar geht es dann mit zusätzlichen narrativen Inhalten und Szenarien weiter. Im Februar wird das Waffenarsenal mit besserem Nahkampf, Artillerie und Raketen sowie weiteren Gegnern ergänzt.

In Phantom Brigade kämpft man mit einem kleinen Team und ihren Kampfrobotern gegen eine übermächtige Besatzungsmacht. Das Spiel setzt auf eine Mischung aus Echtzeit- und Rundentaktik. Man plant alle Bewegungen, Manöver, Angriffe und Aktionen seiner Mechs in einer taktischen Pausephase mit eingefrorener Spielzeit. Die Planung erfolgt auf einer Art Zeitstrahl, der grundlegend an Videobearbeitungsprogramme erinnert. Auf diesem Zeitstrahl lassen sich mehrere Aktionen hintereinander verketten. Insgesamt kann man fünf Sekunden in die Zukunft planen. Die Besonderheit ist, dass man bei der Planung seiner Aktionen auch die „voraussichtlichen Züge“ der Feinde gezeigt bekommt, wobei anzumerken ist, dass diese Prognose nicht unbedingt eintreten muss. Man sieht also schon, welche Manöver die Gegner in Zukunft machen werden und kann entsprechend darauf reagieren. Die Kampfroboter sind mit einer entsprechenden Technologie ausrüstet, die diese Art der Kriegsführung ermöglicht. Nach dem Ende der Pause werden alle Aktionen auf einmal in Echtzeit ausgeführt und in cinematischer Perspektive präsentiert – zusammen mit den Aktionen der Gegner. Dabei kann man sich anschauen, ob der ursprüngliche Plan wirklich so gut war …

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Mechs mit schwereren Schilden (keine Energieschilde, sondern physische Schilde) müssen ebenfalls korrekt auf den Gegner ausgerichtet werden, damit eingehender Beschuss geblockt werden kann. Die Schüsse selbst werden allesamt einzeln simuliert. Ansonsten bieten sich Gebäude als Deckungsmöglichkeiten an, wobei ein Großteil der Objekte auf den Karten zerstört werden kann. Außerdem muss man darauf achten, dass sich die eigenen Mechs nicht gegenseitig beschießen (Friendly Fire) oder kollidieren. Auch auf die Hitzeentwicklung beim Kampf sollte man achten. Im folgenden Video der ersten Mission (nach dem Tutorial) sieht man z.B., dass die Waffen bei häufiger Benutzung in einer Zeiteinheit schnell heiß werden und dann Schaden am gesamten Mech anrichten. Es geht also um die Vorausplanung der Attacken und die richtigen Gegenmaßnahmen.

Abseits der taktischen Gefechte des letzten überlebenden Trupps von Mech-Piloten, die sich im Kampf gegen eine übermächtige Bedrohung befinden, darf man seine Basis auf der Weltkarte ausbauen und entscheiden, wie die limitierten Ressourcen eingesetzt werden sollen. Sämtliche Mechs sollen sich aufwändig anpassen lassen (Waffen, Ausrüstung, Aussehen). Bei den Missionen wird es Sabotage feindlicher Systeme, Infiltration von High-Tech-Einrichtungen, Konvoi-Hinterhalte und Außenposten-Angriffe geben.

Ersteindruck: gut