Nvidia – CES 2021: GeForce RTX 3060, RTX-3000er-Reihe für Notebooks und Resizable BAR als Antwort auf SAM

Bei der CES 2021 hat Nvidia die GeForce-RTX-3000er-Grafikprozessoren für Notebooks, die GeForce RTX 3060 für Desktop-Rechner und Resizable BAR als Antwort auf SAM (Smart Access Memory von AMD) angekündigt.

Die GeForce RTX 3060 soll Ende Februar 2021 erscheinen und 319 Euro kosten. Die fünfte Grafikkarte auf Basis der Ampere-Architektur hat 12 GB GDDR6-Speicher – und damit paradoxerweise mehr Speicher als RTX 3080, 3070 und 3060 Ti, allerdings ist die Speicherbandbreite deutlich geringer (3060 Ti: 256 Bit; 3060: 192 Bit). Den vergleichsweise „großen Speicher“ versucht Nvidia damit zu erklären, dass auch „Inhaltsersteller“ (YouTuber, Influencer etc.) zu dieser Grafikkarte greifen könn(t)en, die mit großen Datensätzen, Modellen und detaillierten Szenen arbeiten. Ansonsten bietet die RTX 3060 Ti deutlich mehr Rechenkerne in den drei Bereichen.

Laut Nvidia bietet die Grafikkarte 13 TFLOPS im Bereich der Single-Precision-Compute-Performance, 35 TFLOPS bei Raytracing und bis zu 101 Tensor-FLOPS in KI-Operationen. Nvidia positioniert die Grafikkarte als Nachfolger der GeForce GTX 1060 und für die Nutzung in 1080p (Full HD). Laut Hersteller soll die RTX 3060 die doppelte Rasterisierungsleistung und die zehnfachen Raytracingleistung im Vergleich zur GeForce GTX 1060 bieten (Details). Die RTX 3060 unterstützt RTX-Raytracing-Effekte, DLSS, Reflex, Studio, Broadcast und Resizable BAR.

RTX 3060 (319 Euro)

  • CUDA Cores (Streaming-Prozessoren): 3584
  • Raytracing Cores: 28
  • Tensor Cores: 112
  • Speicher: 12 GB GDDR6
  • Speicher-Durchsatz: 16 Gbps
  • Speicher-Bandbreite: 192-bit

RTX 3060 Ti (399 Euro)

  • CUDA Cores (Streaming-Prozessoren): 4864
  • Raytracing Cores: 38
  • Tensor Cores: 152
  • Speicher: 8 GB GDDR6
  • Speicher-Durchsatz: 14 Gbps
  • Speicher-Bandbreite: 256-bit

[GUI_600SCREENSHOT(setid=89190,id=92632374,linktext=)]

Mit Resizable BAR hat Nvidia eine Technologie für die standardisierte PCI-Express-Schnittstelle angekündigt, welche es „modernen“ CPUs ermöglicht, auf den gesamten GPU-VRAM gleichzeitig zuzugreifen, anstatt wie bisher viele (kleinere) Datenpakete anzufordern und zu übertragen. Da CPU und GPU ständig Daten austauschen, kann dies in einem großen Schwung (Batch), anstatt in mehreren kleineren Schritten geschehen und somit die Leistung in bestimmten Spielen erhöhen. Resizable BAR soll auch die Leistung ohne Erhöhung des Stromverbrauchs bei Notebooks steigern.

Laptops der GeForce-RTX-3000-Serie mit Intel- und AMD-CPUs sollen bei ihrer Veröffentlichung in den kommenden Wochen Resizable BAR unterstützen. Um Resizable BAR auf Desktop-Systemen nutzen zu können, werden eine Grafikkarte, ein Motherboard und ein Grafiktreiber benötigt, die diese Funktion unterstützen. Ausschließlich RTX-Grafikkarten der 3000er-Reihe (beginnend mit der GeForce RTX 3060) werden Unterstützung für Resizable BAR haben. Nvidia und andere Grafikkarten-Hersteller bereiten Grafikkarten-BIOS-Updates für bestehende GeForce-RTX-3000er-Karten vor. Darüber hinaus arbeitet Nvidia mit Intel, AMD und Mainboard-Herstellern wie ASUS, ASRock, EVGA, GIGABYTE und MSI zusammen, um die Unterstützung von Resizable BAR auf eine breite Palette von Mainboards zu bringen.

Die Grafikprozessoren der RTX-3000er-Reihe werden ebenfalls für Notebooks auf den Markt kommen. Ab dem 26. Januar werden Hersteller weltweit mit dem Versand von über 70 verschiedenen GeForce RTX Gaming- und Creator-Notebooks mit GeForce RTX 3080- und GeForce RTX 3070-Laptop-GPUs beginnen, gefolgt von GeForce RTX 3060-Laptop-GPUs am 2. Februar. Weitere Details findet ihr hier.

Nvidia: „Mit der Einführung von über 70 Notebookmodellen mit GeForce-RTX-Laptop-GPUs der 30er-Serie beginnt eine neue Ära von Notebooks mit NVIDIA-Ampere-Architektur. Die Notebooks der nächsten Generation steigern die Energieeffizienz um das Doppelte, beschleunigen die Leistung drastisch und führen Max-Q-Technologien der dritten Generation für dünne und leichte Designs ein. Die Modelle beginnen bei 1.099 Euro. (…) Ebenfalls angekündigt wurden die neuen NVIDIA-Studio-Notebooks, die mit den gerade erst vorgestellten GeForce-RTX-30-Laptop-GPUs ausgestattet sind. Diese Notebooks, die noch in diesem Monat auf den Markt kommen, ermöglichen die nächste Generation von Kreativität, indem sie bis zu zweimal mehr Leistung in kreativen Anwendungen bieten. Sie sind mit bis zu 16 GB Videospeicher ausgestattet, um mit großen Datenmengen und mehreren Apps gleichzeitig arbeiten zu können, verfügen über pixelgenaue Displays mit 1440p- und 4K-Optionen und bieten GPU-Beschleunigung für Raytracing, KI und Videocodierung, damit Kreativschaffende in Rekordzeit arbeiten können.“

  • „GeForce RTX 3060 liefert 90 Bilder pro Sekunde bei den neuesten Games auf Ultra-Einstellungen bei 1080p. RTX-3060Notebooks beginnen bei 1.099 Euro und sind schneller als Laptops mit Nvidias bisheriger Flaggschiff-GPU, GeForce RTX 2080 SUPER. 
  • Die GeForce RTX 3070 ist ein 1440p-Gaming-Gigant und liefert 90 Bilder pro Sekunde auf Ultra-Einstellungen bei 1440p. RTX 3070-Notebooks beginnen bei 1.499 Euro und sind 50 Prozent schneller als Laptops mit einer RTX 2070.
  • GeForce RTX 3080 ist Nvidias neues GPU-Flaggschiff für Notebooks. Mit bis zu 16 GB G6-Speicher versorgt sie die schnellsten Laptops der Welt für Gamer und Kreativschaffende. Sie liefert 100+ Bilder pro Sekunde auf Ultra-Einstellungen bei 1440p. Systeme mit der RTX 3080 beginnen bei 2.199 Euro.“

Max-Q und Dynamic Boost 2.0: „Vor vier Jahren haben wir Max-Q eingeführt, einen Systemdesign-Ansatz, der hohe Leistung für schlanke und leichte Gaming-Notebooks bietet. Max-Q war ein Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie Notebooks konstruiert und gebaut werden.  Dabei ist jede Komponente und jedes Element des Notebooks leistungsoptimiert – ob GPU, CPU, Software, Leiterplattendesign, Stromversorgung oder Thermik. (…) Mit unseren neuen Notebooks und dem neu eingeführten Dynamic Boost 2.0 wird die Leistung zwischen CPU, GPU und GPU-Speicher per KI ausgeglichen. Die KI-Netzwerke in Dynamic Boost 2.0 verwalten die Leistung frameweise, sodass dein Notebook ständig ermittelt, an welcher Stelle die Leistung am dringendsten benötigt wird und er eine Optimierung für maximale Leistung vornimmt.“